„Palmsonntag – zwischen Erinnerung und lebendiger Wahrheit“
Palmsonntag.
Ein Tag, der oft leise übergangen wird.
Und doch liegt in ihm eine Schwelle, die wir kaum ermessen können.
Es ist der Moment, bevor sich etwas erfüllt.
Bevor sich zeigt, was längst in Bewegung ist.
Jesus zieht in Jerusalem ein.
Die Menschen legen Palmzweige auf den Weg.
Sie rufen, sie ehren, sie feiern.
Und doch…
trägt dieser Moment bereits alles in sich:
- die Hoffnung
- die Projektion
- die Erwartung
- und auch das, was zerbrechen wird
Palmsonntag ist kein Höhepunkt.
Er ist ein Spannungsfeld.
Ein Dazwischen.
Ein Raum, in dem sich entscheidet,
ob wir im Außen bleiben…
oder beginnen, tiefer zu sehen.
Was suchen wir wirklich,
wenn wir jemanden erhöhen,
wenn wir etwas im Außen feiern,
wenn wir glauben, dass dort die Antwort liegt?
Und was geschieht,
wenn genau dieses Bild ins Wanken gerät?
In der christlichen Tradition beginnt hier der Weg durch die Karwoche.
Ein Weg, der uns unweigerlich führt:
- durch Enttäuschung
- durch Loslassen
- durch das Sterben von Bildern
…hin zu etwas, das nicht mehr projiziert werden kann
Und es ist kein Zufall,
dass genau diese Zeit im Jahr
auch in anderen Kulturen von Übergang erzählt.
Im jüdischen Pessachfest
geht es um den Auszug aus der Enge.
Um den Mut, aufzubrechen,
ohne zu wissen, wohin der Weg führt.
Im hinduistischen Frühlingsfest Holi
wird das Alte verbrannt,
damit das Leben wieder in seiner ganzen Farbigkeit erscheinen kann.
Und im buddhistischen Verständnis
führt Erwachen immer durch das Erkennen dessen,
was nicht wahr ist.
Es ist, als würde diese Zeit uns kollektiv erinnern:
Dass wir nicht hier sind,
um an Bildern festzuhalten.
Sondern um hindurchzugehen.
Und vielleicht spürst du es nicht nur innerlich.
Sondern auch in deinem Körper.
Mit dem zunehmenden Licht beginnt sich unser gesamtes System umzustellen.
Der Hormonhaushalt verändert sich.
Der Stoffwechsel wird aktiver.
Das Nervensystem reagiert auf die neue Energie.
Was sich im Winter zurückgezogen hat,
beginnt sich zu regen.
Was gebunden war,
kommt in Bewegung.
Und manchmal zeigt sich das nicht als Leichtigkeit,
sondern als Müdigkeit, Schwere oder innere Unruhe.
Nicht, weil etwas falsch ist.
Sondern weil sich etwas neu ordnet.
So wie in der Natur
geschieht auch in uns ein Übergang.
Nicht nur symbolisch.
Sondern ganz real.
Und vielleicht ist genau das der Moment,
den viele Frauen in ihrem Leben kennen.
Oft leise.
Oft unscheinbar.
Und doch so klar.
Ein Innehalten.
Und die Frage:
🌿War es das?
🌿War das mein Leben?
Nicht aus Undankbarkeit.
Sondern aus einem tiefen inneren Wissen heraus,
dass da noch etwas anderes in uns lebt.
Etwas, das lange keinen Raum hatte.
Und mit dieser Frage beginnt etwas.
Kein sofortiger Aufbruch.
Kein klares Ziel.
Sondern ein leises Verschieben.
🌿 Was darf sich verändern?
🌿 Was bin ich bereit, loszulassen?
Vielleicht ist genau das die Schwelle,
von der Palmsonntag erzählt.
Nicht im Außen.
Sondern in uns.
Palmsonntag lädt uns ein,
ehrlich zu werden.
Nicht im Sinne von richtig oder falsch.
Sondern in der Frage:
Was ist meine lebendige Wahrheit – jenseits dessen, was ich mir wünsche?
Denn das, was wir an diesem Tag feiern,
wird wenige Tage später in Frage gestellt.
Und genau darin liegt die Einladung.
Nicht am Bild festzuhalten.
Sondern bereit zu sein, es sterben zu lassen.
Damit etwas anderes sichtbar werden kann.
Nicht laut.
Nicht inszeniert.
Sondern still.
Wahr.
Unverrückbar.
Vielleicht ist Palmsonntag genau das:
Der Moment,
in dem wir noch einmal im Außen schauen…
bevor wir eingeladen werden,
nach innen zu gehen.
Ein Übergang.
Ein Innehalten.
Ein leises Wissen:
🌿 Der Durchbruch kommt nicht durch das, was wir erwarten.
Sondern durch das, was wir bereit sind, loszulassen.
Und vielleicht…
ist dieser Durchbruch näher,
als wir denken.
Nicht irgendwann.
Nicht irgendwo.
Sondern genau hier.
In uns.
Und durch uns hindurch.
Und während wir uns auf diesen Moment zubewegen,
beginnt sich etwas zu sammeln.
Noch leise.
Noch unscheinbar.
Aber spürbar.
Wie ein inneres Wissen,
das langsam Form annimmt.
Nicht als Gedanke.
Sondern als Wahrheit,
die gelebt werden möchte.
Vielleicht ist genau das der Anfang
Vielleicht nimmst du diesen Moment noch einen Augenblick mit.
Lass ihn in dir nachklingen…
ohne etwas festhalten zu müssen.
Wenn du diese Tage nicht nur für dich halten möchtest,
sondern in einem Raum, der dich trägt…
dann bist du eingeladen, Teil dieser Reise zu sein.
🌿 Getragen vom Leben
in meiner Gruppe „Erinnere deine Wahrheit“
Wenn du die kommenden Impulse erhalten möchtest, lade ich dich herzlich ein, dich mit mir zu verbinden.